[ x ] Diese Seite weiterempfehlen
Empfänger E-Mail:
Ihre E-Mail:
Schliessen Absenden
Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen 
			erstmals an einer schizophrenen Psychose
 

Bipolare Störungen

Bipolare bzw. manisch-depressive Störungen gehören wie die "unipolaren" Depressionen ohne (hypo-)manische Phasen zu den affektiven Störungen, den Störungen der Stimmungslage. Mehr oder weniger rasch miteinander abwechselnde extremen Stimmungslagen, starke Niedergeschlagenheit und übersteigertes Wohlbefinden, sind kennzeichnend für diese Störung.

Die bipolare Störung gehört in Deutschland zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen; etwa 5% sind der Bevölkerung betroffen. Bei 15% der Patienten mit einer bipolaren Störung kommt es innerhalb einer depressiven Phase zum Suizid. Eine bipolare Störung beginnt zumeist mit einer (Hypo-)Manie und meist früher als eine unipolare Depression, im Mittel mit 18 bis 20 Jahren. Ihre Entstehung ist sowohl durch genetische Faktoren als auch psychosoziale Auslöser bedingt.

Die typischen Symptome einer Manie sind unangemessen gehobene Stimmung bis hin zu einer starken Euphorie, Antriebssteigerung, beschleunigtes Denken, Ideenflucht und Selbstüberschätzung. Es kann zudem zu exzessivem Kaufrausch, zu promiskuitivem Verhalten und zu Alkoholexzessen kommen. Statt einer gehobenen Stimmung kann - vor allem bei der Hypomanie, die weniger ausgeprägt ist die Manie - auch ein impulsives, gereiztes und aggressives Verhalten dominieren. Die depressiven Phasen einer bipolaren Störung sind in manchen Fällen nicht von denen einer unipolaren Erkrankung zu unterscheiden; einige Patienten jedoch erleben häufigere, dafür nicht so lang andauernde depressive Episoden. Außerdem finden sich bei einem Teil der bipolaren Patienten in depressiven Phasen eher ein erhöhtes Schlafbedürfnis und Apathie im Gegensatz zu den im Vordergrund stehenden charakteristischen pessimistischen Gedanken und niedrigem Selbstwertgefühl bei unipolar erkrankten Patienten. Wie bei anderen Krankheiten gibt es leichte oder schwerere Verläufe.

Oft kommt es erst spät zu einer ersten Behandlung, meist dann, wenn die Patienten eine depressive Episode erleben. Dagegen zeigen die wenigsten Patienten im (hypo-)manischen Zustand Krankheitseinsicht und suchen so gut wie nie von sich aus Hilfe auf. Eine Behandlung erfolgt zumeist medikamentös und psychotherapeutisch. Und auch hier gilt:

Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser.

Weiterführende Links:
www.dgbs.de

Seite Drucken   Seite Weiterempfehlen Zum Seitenanfang

FETZKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Köln

Eckhard-Busch-Stiftung