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Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen 
			erstmals an einer schizophrenen Psychose
 

Früherkennung

Die Weltgesundheitsorganisation erklärte 2004 die Verringerung der Belastung durch psychische und neurologische sowie durch Alkohol- und Drogenmissbrauch verursachte Erkrankungen zu einem Hauptziel ihrer Bemühungen. Dabei wird die Prävention bzw. Verhütung dieser Störungen u. a. durch frühzeitige Erkennung und Behandlung als der offensichtlich erfolgreichste Weg zu diesem Ziel angesehen.

Von den psychischen Erkrankungen werden heute neben Depression, Demenzen, Suizid (Selbsttötung), Essstörungen, Angststörungen und mit Substanz- bzw. Drogenmissbrauch einhergehenden Störungen vor allem hinsichtlich der Psychosen besondere Anstrengungen zur Früherkennung und -behandlung unternommen. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass gezeigt werden konnte,

  • die Mehrzahl der erstmals psychotisch Erkrankten über eine im Mittel 5-jährige Vorlaufzeit mit zunehmenden Beschwerden und Einschränkungen sowie eine ein- bis zweijährige Phase mit bereits dem Vollbild der Erkrankung vor Aufnahme einer angemessenen Behandlung berichten,
  • dass eine längere Dauer der unbehandelten Erkrankung die Wahrscheinlichkeit eines negativen Verlaufs inkl. des Suizidrisikos erhöht,
  • dass ihr Auftreten zwischen zumeist dem 15. und 30. Lebensjahr schon früh zu nur schwer umkehrbaren Einbrüchen in der Ausbildung sowie der beruflichen und privaten Etablierung führt,
  • gerade Menschen mit Psychosen aber auch mit anderen psychischen Erkrankungen besonders oft und stark unter Stigmatisierung und Diskriminierung leiden.

Dabei strebt die Früherkennung und Frühbehandlung an, aktuelle Beschwerden und Symptome zu bessern und das Risiko für die Ausbildung des Vollbildes der Erkrankung zu verringern, um so deren Ausbruch zu verhindern. Hierbei können in Abstimmung auf die Risikoeinschätzung und den Bedürfnissen und der Situation des Einzelnen sowohl psychotherapeutische als auch medikamentöse Behandlungsansätze zum Einsatz kommen. Neuerdings wird auch die Möglichkeit des Einsatzes alternativer und besonders schonender Verfahren in diesen frühen Krankheitsstadien erprobt, etwa der Einsatz von Omega-3-Fettsäuren.

Insgesamt gilt für psychische wie körperliche Erkrankungen:

Je früher eine angemessene Behandlung begonnen wird, umso größer sind die Erfolgsaussichten.

Weiterführende Links:
www.fetz.org
www.forumpraevention.de

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FETZKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Köln

Eckhard-Busch-Stiftung