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Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen 
			erstmals an einer schizophrenen Psychose
 

Seelische Gesundheit durch Früherkennung erhalten

Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen erstmals an einer schizophrenen Psychose, nahezu jeder vierte Kölner leidet im Laufe seines Lebens an einer behandlungsbedürftigen Depression. Etwa 10–15% der Patienten mit schizophrenen Erkrankungen nehmen sich innerhalb der ersten zehn Jahre nach Krankheitsausbruch das Leben. Nahezu jeder zweite Patient mit einer schweren depressiven Störung versucht, sich im Laufe des Lebens durch Suizid von seinem Leid zu befreien.

Meist werden diese schweren Störungsbilder erstmals im jungen Erwachsenenalter akut. Psychische Erkrankungen sind dabei immer noch ein Randthema in unserer Gesellschaft. Das hat fatale Folgen, denn Unwissenheit und Vorurteile führen zu beträchtlichen Verzögerungen in der Behandlung der Erkrankungen. Dabei weiß man aus der Körpermedizin, dass eine frühe Behandlung den Verlauf der Erkrankungen günstig beeinflussen kann – und dies trifft auch für psychische Erkrankungen zu.

Je früher eine psychische Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto günstiger ihr Verlauf.

Psychische Erkrankungen entwickeln sich in der Regel über einen längeren Zeitraum. So berichtet der an Schizophrenie erkrankte 25-jährige Student Thomas Folgendes über die Zeit vor seiner ersten Klinikaufnahme:

"Bereits vor zwei Jahren habe ich mich immer mehr von meinen Mitmenschen zurückgezogen. Ich habe meine Wohnung kaum noch verlassen. Bin ich dann mal draußen gewesen, hatte ich oft das Gefühl, die anderen schauen mich auf sonderbare Art an. Im Studium kam ich nicht mehr voran, oftmals konnte ich die einfachsten Texte nicht verstehen, mich in den Vorlesungen zu konzentrieren fiel mir schwer. All das machte mich ziemlich niedergeschlagen und traurig."

Das Beispiel von Thomas ist charakteristisch für viele Fälle. Gerade im jungen Erwachsenenalter müssen zahlreiche Entwicklungsaufgaben wie Schul- und Berufsausbildung, Ablösung vom Elternhaus oder auch die erste Liebe bewältigt werden. Junge Menschen bemerken dann Veränderungen in ihrem Denken, in der Wahrnehmung und fühlen sich zunehmend niedergeschlagen. Diese Beschwerden verunsichern und tragen dazu bei, dass sich die Betroffenen immer mehr in ihre eigenen vier Wände zurückziehen. Wichtigen Anforderungen in Ausbildung und Beruf können die Betroffenen nicht mehr gerecht werden.

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