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Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen 
			erstmals an einer schizophrenen Psychose
 

Psychosen

Psychosen sind oftmals schwere Erkrankungen, die mit einem Realitätsverlust einhergehen und vor allem durch das Auftreten von Halluzinationen und Wahn charakterisiert sind. Laut Statistik erkrankt in Laufe seines Lebens einer von 100 Menschen an einer Psychose. Die Erkrankung beginnt meistens zwischen Pubertät und 30. Lebensjahr und ist durch einen oft über lange Jahre schleichenden Beginn gekennzeichnet. Dabei ist der Verlauf umso besser, je eher die Erkrankung erkannt wird; und eine Früherkennung ist deshalb ein weltweites Ziel.

Eine Verwirrung der Gedanken durch Überschwemmung des Gehirns mit zu vielen Informationen, die von Erkrankten nicht mehr gefiltert werden können, führt zu Konzentrationsstörungen und so zu Störungen des Denkens und Sprechens sowie im Verhalten, manchmal so stark, dass der Betroffene von anderen nicht mehr verstanden werden kann oder sich vollständig unangemessen verhält. Wenn jemand etwas sieht, hört, riecht oder schmeckt, was andere Menschen nicht wahrnehmen können, spricht man von Halluzinationen. Das Hören von Stimmen ist bei der Psychose die häufigste Form von Halluzinationen. Bei Überzeugungen, die niemand außer dem Patienten hat, teilt oder glaubt, kann es sich um Wahnvorstellungen handeln. Diese Überzeugungen (z.B. der Glaube, man werde von einer Organisation verfolgt) sind für den Betroffenen unzweifelhaft real. Auch können Situationen oder Zusammenhänge aufgrund der Psychose völlig anders als von der Umwelt beurteilen werden. Zudem kommt es oftmals zu starken Stimmungsschwankungen, Rückzug von Freunden und Familie, Beruf- und Schulabbrüchen sowie vermehrt zu Selbsttötungen.

Zu den psychotischen Störungen zählen unter anderem die Schizophrenien, durch Drogen, insbesondere Cannabis und Halluzinogene, oder organische Erkrankungen hervorgerufene psychotische Zustände und einige affektive Störungen.

Die Symptome einer Psychose werden nach heutigem Kenntnisstand hauptsächlich durch eine veränderte Aktivität von chemischen Substanzen im Gehirn verursacht, aber auch Umweltgeschehnissen und Stress kommt eine wichtige Rolle zu. Die Therapie von psychotischen Erkrankungen besteht aus einer Kombination von Medikamenten und Psychotherapie.

Weiterführende Links:
www.kompetenznetz-schizophrenie.de
www.fetz.org/krise.htm

Allgemeine Links zu themenübergreifenden psychiatrischen Informationsseiten:
www.psychiatrie.de
www.neurologen-und-psychiater-im-netz.de

Links zu Depression:
www.kompetenznetz-depression.de
www.buendnis-depression.de

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FETZKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Köln

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