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Jährlich erkranken in Köln etwa 100 Menschen 
			erstmals an einer schizophrenen Psychose
 

Sucht

"Sucht" bezeichnet ein Verhalten, bei dem der Konsum einer Substanz/Droge auch unter Inkaufnahme negativer Konsequenzen Vorrang gegenüber allen anderen Verhaltensweisen gegeben wird. Um die Stigmatisierung von Abhängigen zu vermeiden, wurde der Suchtbegriff 1964 durch "Abhängigkeit" und "schädlichen Gebrauch" ersetzt.

Abhängigkeit entsteht durch das ungünstige Zusammenspiel von biologischen, psychischen, sozialen und gesellschaftlichen Faktoren und hat nichts mit Willens- oder Charakterschwäche zu tun. Sie ist eine oftmals chronische Krankheit und erscheint meistens gleichzeitig und verknüpft mit anderen somatischen oder psychischen Störungen oder kann zu diesen führen. Dabei kommt hinsichtlich der Auslösung weiterer psychischer Störungen, etwa Depressionen, Psychosen oder Angststörungen, insbesondere dem Cannabis eine besondere Rolle als Risikofaktor zu.

Abhängigkeit ist definiert durch mindestens drei der folgenden Kriterien:

  1. starkes Verlangen oder eine Art Zwang, die Substanz zu konsumieren,
  2. verminderte Kontrolle über den Substanzgebrauch,
  3. körperliches Entzugssyndrom,
  4. Toleranzentwicklung (um den gewünschten Effekt zu erreichen, müssen deutlich größere Mengen konsumiert werden, oder bei dem Konsum derselben Menge treten deutlich geringere Effekte auf),
  5. Einengung auf den Substanzgebrauch unter Vernachlässigung anderer wichtiger Interessen, Vergnügen, Arbeit oder Beziehungen,
  6. anhaltender Konsum trotz eindeutig schädlicher Folgen (körperlich, psychisch, sozial).

Zumeist entwickelt sich eine Abhängigkeit schleichend über Jahre und beginnt nicht selten mit dem Missbrauch der Substanz mit dem Ziel, das eigene Befinden zu verbessern, woran dann häufig zunächst der schädliche Gebrauch anknüpft.

Ein schädlicher Gebrauch ist hingegen definiert durch den deutlichen Nachweis, dass der Substanzkonsum für psychische oder physische Probleme inkl. auch eingeschränkte Urteilsfähigkeit, gestörtes Verhalten, dass evtl. zu negativen Konsequenzen und Behinderung von zwischenmenschlichen Beziehungen führt, verantwortlich ist.

Sowohl bei Abhängigkeit als auch schädlichem Gebrauch muss der Konsum mindestens einen Monat lang oder wiederholt innerhalb von zwölf Monaten aufgetreten sein.

Weiterführende Links:
www.sucht.de
www.freundeskreise-sucht.de
www.dhs.de
www.suchtmittel.de

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FETZKlinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Köln

Eckhard-Busch-Stiftung